ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-243-022 · ATLAS 251

Nominalisierung

Bildung oder syntaktische Verwendung eines Nomens aus einem Ausdruck anderer Wortart oder aus einem ganzen Sachverhalt.

Vertiefung

Bildung oder syntaktische Verwendung eines Nomens aus einem Ausdruck anderer Wortart oder aus einem ganzen Sachverhalt. Sie macht Vorgänge und Eigenschaften zu benennbaren Gegenständen, kann Beziehungen verdichten und handelnde Instanzen in den Hintergrund rücken.

Beispiel

aus entscheiden wird die Entscheidung.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Nominalisierung“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie macht Vorgänge und Eigenschaften zu benennbaren Gegenständen, kann Beziehungen verdichten und handelnde Instanzen in den Hintergrund rücken.

Resonanz

Im Atlas schließt Nominalisierung 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-B → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_243

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Nominalisierung“. Atlas der Sprache, AT-CORE-243-022. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-022

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-022

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