Vertiefung
Sprachlich markierte Beziehung des Habens, Zugehörens, Verfügens oder dauerhaften Verbundenseins zwischen Entitäten. Sie zwingt Sprachen dazu, sehr verschiedene Beziehungen als Nähe oder Zugehörigkeit zu ordnen und dabei etwa veräußerlichen Besitz von Verwandtschaft zu unterscheiden.
Beispiel
In mein Haus bezeichnet das Possessiv eine veränderliche Besitzbeziehung, während meine Mutter eine unveräußerliche Relation ausdrückt.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Possession“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie zwingt Sprachen dazu, sehr verschiedene Beziehungen als Nähe oder Zugehörigkeit zu ordnen und dabei etwa veräußerlichen Besitz von Verwandtschaft zu unterscheiden.
Resonanz
Im Atlas schließt Possession 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-C → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_244
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Possession“. Atlas der Sprache, AT-CORE-244-002. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-002Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.