ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-244-002 · ATLAS 251

Possession

Sprachlich markierte Beziehung des Habens, Zugehörens, Verfügens oder dauerhaften Verbundenseins zwischen Entitäten.

Vertiefung

Sprachlich markierte Beziehung des Habens, Zugehörens, Verfügens oder dauerhaften Verbundenseins zwischen Entitäten. Sie zwingt Sprachen dazu, sehr verschiedene Beziehungen als Nähe oder Zugehörigkeit zu ordnen und dabei etwa veräußerlichen Besitz von Verwandtschaft zu unterscheiden.

Beispiel

In mein Haus bezeichnet das Possessiv eine veränderliche Besitzbeziehung, während meine Mutter eine unveräußerliche Relation ausdrückt.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Possession“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie zwingt Sprachen dazu, sehr verschiedene Beziehungen als Nähe oder Zugehörigkeit zu ordnen und dabei etwa veräußerlichen Besitz von Verwandtschaft zu unterscheiden.

Resonanz

Im Atlas schließt Possession 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-C → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_244

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Possession“. Atlas der Sprache, AT-CORE-244-002. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-002

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-002

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