Vertiefung
Im Atlas verbindet Resonanz die akustische Grundidee des Mitschwingens mit sprachlicher, ästhetischer und relationaler Wirkung. Sie ist weder bloße Wiederholung noch lineare Übertragung: Etwas trifft auf einen eigenständigen Resonanzraum, erhält eine Antwort und kehrt als Nachhall, Anschluss oder Perspektivveränderung zurück. Resonanz kann ermöglicht, aber nicht erzwungen oder vollständig vorausberechnet werden; Differenz bleibt erhalten.
Beispiel
Das wiederkehrende Zugmotiv lässt in einer späteren Abschiedsszene die frühere Reise mitschwingen.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Resonanz“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Resonanz ersetzt lineare Wirkung durch wechselseitiges Antworten und macht Bedeutung als Nachhall, Anschluss und mögliche Veränderung erfahrbar.
Resonanz
Dieses Profil bildet im Atlas einen methodischen Kreuzungspunkt: Resonanz wird als antwortende, differenzerhaltende Beziehung sichtbar, nicht als bloße Wirkung.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
ATLAS_241 Restfalltriage → ATLAS_244 kontrollierte Integration → ATLAS_247 bilinguale redaktionelle Erweiterung und eigenständige Visualisierung
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Resonanz“. Atlas der Sprache, AT-CORE-244-007. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-007Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.