ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-244-027 · ATLAS 251

Vulnerabilität

Verletzbarkeit von Personen oder Gruppen durch sprachliche Exposition, Abwertung, Abhängigkeit oder ungleiche Handlungsmacht.

Vertiefung

Verletzbarkeit von Personen oder Gruppen durch sprachliche Exposition, Abwertung, Abhängigkeit oder ungleiche Handlungsmacht. Sie richtet Aufmerksamkeit auf die Bedingungen, unter denen Sprechen riskant wird, und macht Schutzbedürftigkeit zu einer Frage der Beziehung, nicht bloß der Schwäche.

Beispiel

Eine öffentlich identifizierte Zeugin kann durch dieselbe Aussage stärker gefährdet werden als eine anonyme Institution.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Vulnerabilität“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie richtet Aufmerksamkeit auf die Bedingungen, unter denen Sprechen riskant wird, und macht Schutzbedürftigkeit zu einer Frage der Beziehung, nicht bloß der Schwäche.

Resonanz

Im Atlas schließt Vulnerabilität 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-C → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_244

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Vulnerabilität“. Atlas der Sprache, AT-CORE-244-027. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-027

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-027

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