ATLAS DER SPRACHE

AT-DEP6-0016 · ATLAS 250

„Tote Sprache“

Metaphorische Bezeichnung für eine Sprache ohne muttersprachliche Alltagsgemeinschaft, die dennoch gelesen, gelernt oder rituell verwendet werden kann.

Vertiefung

Metaphorische Bezeichnung für eine Sprache ohne muttersprachliche Alltagsgemeinschaft, die dennoch gelesen, gelernt oder rituell verwendet werden kann. Problematisiert die Lebensmetapher der Sprache: Fehlende Erstsprachlichkeit bedeutet nicht Wirkungslosigkeit, Vergessen oder völlige Bewegungslosigkeit.

Beispiel

Latein hat keine alltägliche Muttersprachgemeinschaft und wirkt dennoch in Wissenschaft, Recht und Liturgie fort.

Gegenbeispiel

Bloße Benennung ohne die beschriebene Form-, Kultur- oder Denkbewegung.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Problematisiert die Lebensmetapher der Sprache: Fehlende Erstsprachlichkeit bedeutet nicht Wirkungslosigkeit, Vergessen oder völlige Bewegungslosigkeit.

Resonanz

Problematisiert die Lebensmetapher der Sprache: Fehlende Erstsprachlichkeit bedeutet nicht Wirkungslosigkeit, Vergessen oder völlige Bewegungslosigkeit.

Etymologie

Metzler-Tiefenlauf 06 · unabhängiger Quellenpass 1 dokumentiert

Provenienz

Metzler 6 → Unterschwellenraum → Tiefenlauf 06 → Resonanzprüfung → Fachquelle → ATLAS_189

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „„Tote Sprache““. Atlas der Sprache, AT-DEP6-0016. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-DEP6-0016

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-DEP6-0016

Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.