Vertiefung
Umbildung einer sprachlichen Form nach dem Muster anderer, ähnlicher Formen. Entscheidend ist die Abgrenzung zu benachbarten Formen: Der Atlas führt den Begriff deshalb als eigene Denkbewegung und nicht bloß als Etikett.
Beispiel
Eine seltene unregelmäßige Flexionsform nähert sich einem verbreiteten Paradigma an.
Gegenbeispiel
Eine bloße Lautveränderung ohne Bezug auf ein Formenparadigma ist kein Analogieausgleich.
Abgrenzung
Reanalyse
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Zeigt, wie Sprecher Unregelmäßigkeiten an vertraute Muster angleichen und Sprache systematisieren.
Resonanz
Ein starkes Formenfeld zieht eine schwächere Form in seine Ordnung hinein.
Etymologie
Etymologie und Begriffsgeschichte in der Vertiefungsprüfung
Provenienz
Roh-Masterliste K-0277 → ATLAS_086
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Analogieausgleich“. Atlas der Sprache, AT-ETY-W0277. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-ETY-W0277Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.