ATLAS DER SPRACHE

AT-ETY-W0277 · ATLAS 251

Analogieausgleich

Umbildung einer sprachlichen Form nach dem Muster anderer, ähnlicher Formen.

Vertiefung

Umbildung einer sprachlichen Form nach dem Muster anderer, ähnlicher Formen. Entscheidend ist die Abgrenzung zu benachbarten Formen: Der Atlas führt den Begriff deshalb als eigene Denkbewegung und nicht bloß als Etikett.

Beispiel

Eine seltene unregelmäßige Flexionsform nähert sich einem verbreiteten Paradigma an.

Gegenbeispiel

Eine bloße Lautveränderung ohne Bezug auf ein Formenparadigma ist kein Analogieausgleich.

Abgrenzung

Reanalyse

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Zeigt, wie Sprecher Unregelmäßigkeiten an vertraute Muster angleichen und Sprache systematisieren.

Resonanz

Ein starkes Formenfeld zieht eine schwächere Form in seine Ordnung hinein.

Etymologie

Etymologie und Begriffsgeschichte in der Vertiefungsprüfung

Provenienz

Roh-Masterliste K-0277 → ATLAS_086

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Analogieausgleich“. Atlas der Sprache, AT-ETY-W0277. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-ETY-W0277

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