ATLAS DER SPRACHE

AT-HAR-0009 · ATLAS 251

Apokoinu

Konstruktion, in der ein sprachliches Element zugleich zu zwei syntaktischen Zusammenhängen gehört.

Vertiefung

Das Apokoinu lässt einen Ausdruck als Gelenk funktionieren: Er schließt den ersten Teil und eröffnet gleichzeitig den zweiten, ohne wiederholt zu werden.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Unterläuft eindeutige Satzgrenzen und erzeugt einen Moment doppelter Zugehörigkeit.

Resonanz

Ein Ausdruck trägt zwei Satzräume und bildet ihre gemeinsame Schwelle.

Etymologie

griechisch/lateinische Rhetoriktradition · Einzelgenealogie in Vertiefung

Provenienz

Harjung-Register → unabhängige Neufassung → Kopplungsfiguren → ATLAS_121

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Apokoinu“. Atlas der Sprache, AT-HAR-0009. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-HAR-0009

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