Vertiefung
Exsekration verbindet Ablehnung mit dem Wunsch nach Unheil oder radikaler Entfernung. Sie zeigt Affekt als sprachliche Sanktion.
Beispiel
Verflucht sei jede Karte, die ihre erfundenen Quellen verbirgt.
Gegenbeispiel
Karten sollen ihre Quellen offenlegen.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Macht sichtbar, wie Sprache moralische Ablehnung bis zur symbolischen Vernichtung steigert.
Resonanz
Ein negativer Affekt überschreitet den Tadel und wird zum vernichtenden Wunsch.
Etymologie
griechisch/lateinische Rhetoriktradition · Formgeschichte im Quellenpass
Provenienz
Harjung-Kontrollbestand → Dublettenabgleich → Denkbewegung → DE/EN-Doppelfassung → Affektfiguren → ATLAS_173
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Exsekration“. Atlas der Sprache, AT-HAR10-0009. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-HAR10-0009Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.