ATLAS DER SPRACHE

AT-METZ1-0001 · ATLAS 251

Abtönung

Feine Veränderung von Haltung, Erwartung oder Beziehung, ohne den Sachverhalt selbst auszutauschen.

Vertiefung

Abtönung entsteht häufig durch Modalpartikeln, Prosodie oder kleine Zusätze. Ein Satz bleibt sachlich ähnlich und klingt dennoch einladend, ungeduldig, überrascht oder beschwichtigend.

Beispiel

Komm doch einmal her.

Gegenbeispiel

Komm hierher.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Macht sichtbar, dass Beziehung in kleinsten sprachlichen Formen mitgesprochen wird.

Resonanz

Der propositionale Boden bleibt, doch seine soziale Temperatur verändert sich.

Etymologie

deutsche/internationale Fachsprache · Etymologie und Begriffsgeschichte im Profil

Provenienz

Metzler-Suchfeld → Dublettenabgleich → Resonanzkompass → unabhängige Fachprüfung → Gesprächspartikeln → ATLAS_176

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Abtönung“. Atlas der Sprache, AT-METZ1-0001. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-METZ1-0001

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-METZ1-0001

Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.