ATLAS DER SPRACHE

AT-RES6-0007 · ATLAS 251

Intertextualität

Beziehungsgefüge, in dem ein Text andere Texte aufnimmt, verwandelt, zitiert oder als Erinnerung voraussetzt.

Vertiefung

Intertextualität behandelt Texte nicht als abgeschlossene Einheiten. Bedeutung entsteht auch daraus, welche früheren Formulierungen, Gattungen und Stimmen mitschwingen – ausdrücklich markiert oder nur als kulturelle Spur.

Beispiel

Ein moderner Reisebericht beginnt mit den Worten: Am Anfang war der Weg.

Gegenbeispiel

Der Reisebericht beschreibt den Beginn einer Wanderung.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Verteilt Autorschaft und Bedeutung über ein kulturelles Gedächtnis vieler Texte.

Resonanz

Hinter jedem Text werden andere Stimmen hörbar, die er fortsetzt oder verändert.

Etymologie

deutsche und internationale Fachtradition · Herkunft im Profil

Provenienz

Metzler 6 → Vollabgleich → Resonanzprüfung → zweisprachiger Sichtlauf → ATLAS_181

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Intertextualität“. Atlas der Sprache, AT-RES6-0007. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-RES6-0007

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-RES6-0007

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