ATLAS DER SPRACHE

AT-RHE-210-002 · ATLAS 250

Eulogia

Lobendes oder segnendes Sprechen über eine Person, einen Ort oder eine Sache.

Vertiefung

Eulogia richtet wohlwollende Sprache auf ihren Gegenstand und hebt Eigenschaften hervor, die als gut, würdig oder segensreich gelten. Als Lob formt sie öffentliche Wertschätzung; als Segen entwirft sie zugleich eine gewünschte Beziehung zwischen Wort, Zukunft und Wohlergehen.

Beispiel

Gesegnet sei die Frage, die eine sichere Ordnung öffnet, ohne sie zu zerstören.

Gegenbeispiel

Die Frage verändert die Ordnung. – Die Aussage beschreibt, lobt oder segnet aber nicht.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Rahmt Wahrnehmung durch ausdrücklich positive Wertung und kann Anerkennung, Zugehörigkeit oder Hoffnung sozial wirksam machen.

Resonanz

Ein Gegenstand wird von wohlwollender Sprache umgeben und klingt fortan in diesem Wertungsraum weiter.

Etymologie

griechisch eulogía · gutes Sprechen, Lob, Segen

Provenienz

Klassische Affekt- und Beziehungsfiguren → Primärtext und Handbuchvergleich → Funktionsabgrenzung → ATLAS_210

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Eulogia“. Atlas der Sprache, AT-RHE-210-002. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-RHE-210-002

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-RHE-210-002

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