Kontexterklärung · NAV-G05-037
Visualisierung
Diese Erklärung erschließt den Begriff im folgenden Herkunftskontext. Sie ist kein zusätzliches kanonisches Atlasprofil.
Vertiefung
Visualisierung ist die Gestaltung einer sichtbaren Darstellung, durch die ausgewählte Informationen oder Beziehungen zugänglich werden. Im Diagramm-Kontext können etwa räumliche Anordnung, Verbindungslinien und Größen Unterschiede hervorheben. Diese Gestaltung ist nicht neutral: Auswahl, Maßstab und Beschriftung beeinflussen, was erkennbar wird und was in den Hintergrund tritt. Eine anschauliche Darstellung ist deshalb weder automatisch korrekt noch erklärungskräftig. Ihre Qualität bemisst sich an der jeweiligen Frage und an der Treue zu den dargestellten Daten oder Beziehungen. Auch muss zwischen einem belegten Zusammenhang und einer nur zur Orientierung eingeführten graphischen Nähe unterschieden werden.
Denkbewegung
1. Darstellungsfrage festlegen. 2. Relevante Information auswählen. 3. Visuelle Zuordnung bestimmen. 4. Verzerrungen prüfen. 5. Verständlichkeit am Zweck testen.
Beispiel
Ein Ablaufdiagramm zeigt Entscheidungspunkte und mögliche Wege; Pfeile benötigen eine klare Bedeutung, etwa zeitliche Folge oder Bedingung.
Gegenprobe
Zwei nahe platzierte Begriffe sind nicht allein dadurch empirisch stark verbunden.
Wissenschaftlicher Anwendungsfall
Darstellungsforschung kann vergleichen, welche Aufgaben verschiedene Diagrammformen unterstützen.
Wirkung
Visualisierung macht ausgewählte Beziehungen leichter prüfbar.
Resonanz
Sichtbarkeit entsteht durch Entscheidungen darüber, was sichtbar werden soll.
Abgrenzung
Visualisierung von bloßer Illustration, neutralem Abbild und automatisch bewiesener Erklärung unterscheiden.
Quellen
- EN:munzner-encoding-slidesdocumented-source-register