ATLAS DER SPRACHE

AT-088-020 · ATLAS 250

Narrative Perspektive

Die organisierte Position, aus der eine Erzählung Zugang zu Wissen, Wahrnehmung und Bewertung gewährt.

Vertiefung

Die organisierte Position, aus der eine Erzählung Zugang zu Wissen, Wahrnehmung und Bewertung gewährt. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: bündelt Zugang, Wissen und Standpunkt. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.

Beispiel

Die Szene bleibt auf das beschränkt, was die wartende Figur sieht.

Gegenbeispiel

Die grammatische Person allein bestimmt nicht vollständig die Perspektive.

Abgrenzung

Die grammatische Person allein bestimmt nicht vollständig die Perspektive.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf bündelt Zugang, Wissen und Standpunkt. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Narrative Perspektive nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.

Etymologie

lat. perspicere: hindurchsehen

Provenienz

Poetik/Narration → Narrative Perspektive → gegenwärtige Fachverwendung

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Narrative Perspektive“. Atlas der Sprache, AT-088-020. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-020

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