Vertiefung
Die organisierte Position, aus der eine Erzählung Zugang zu Wissen, Wahrnehmung und Bewertung gewährt. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: bündelt Zugang, Wissen und Standpunkt. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Die Szene bleibt auf das beschränkt, was die wartende Figur sieht.
Gegenbeispiel
Die grammatische Person allein bestimmt nicht vollständig die Perspektive.
Abgrenzung
Die grammatische Person allein bestimmt nicht vollständig die Perspektive.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf bündelt Zugang, Wissen und Standpunkt. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Narrative Perspektive nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
lat. perspicere: hindurchsehen
Provenienz
Poetik/Narration → Narrative Perspektive → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Narrative Perspektive“. Atlas der Sprache, AT-088-020. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-020Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.