Vertiefung
Ein Zeichenmodell, das Zeichenträger, Gegenstand und interpretierende Wirkung als dreistellige Relation fasst. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: bildet die notwendige Parallele zum Saussure-Modell. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Ein Rauchzeichen, das Feuer anzeigt und als Warnung verstanden wird.
Gegenbeispiel
Das dyadische Modell Saussures ordnet Zeichenform und Begriff ohne dieselbe Dreiteilung.
Abgrenzung
Das dyadische Modell Saussures ordnet Zeichenform und Begriff ohne dieselbe Dreiteilung.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf bildet die notwendige Parallele zum Saussure-Modell. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Triadisches Zeichenmodell (Peirce) nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
nach Charles S. Peirce; engl. triadic sign model
Provenienz
Semiotik/Zeichen → Triadisches Zeichenmodell (Peirce) → gegenwärtige Fachverwendung
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Triadisches Zeichenmodell (Peirce)“. Atlas der Sprache, AT-088-029. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-029Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.