ATLAS DER SPRACHE

AT-088-029 · ATLAS 251

Triadisches Zeichenmodell (Peirce)

Ein Zeichenmodell, das Zeichenträger, Gegenstand und interpretierende Wirkung als dreistellige Relation fasst.

Vertiefung

Ein Zeichenmodell, das Zeichenträger, Gegenstand und interpretierende Wirkung als dreistellige Relation fasst. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: bildet die notwendige Parallele zum Saussure-Modell. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.

Beispiel

Ein Rauchzeichen, das Feuer anzeigt und als Warnung verstanden wird.

Gegenbeispiel

Das dyadische Modell Saussures ordnet Zeichenform und Begriff ohne dieselbe Dreiteilung.

Abgrenzung

Das dyadische Modell Saussures ordnet Zeichenform und Begriff ohne dieselbe Dreiteilung.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf bildet die notwendige Parallele zum Saussure-Modell. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Triadisches Zeichenmodell (Peirce) nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.

Etymologie

nach Charles S. Peirce; engl. triadic sign model

Provenienz

Semiotik/Zeichen → Triadisches Zeichenmodell (Peirce) → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Triadisches Zeichenmodell (Peirce)“. Atlas der Sprache, AT-088-029. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-029

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