ATLAS DER SPRACHE

AT-091-008 · ATLAS 251

Antiklimax

Stufenweise Abschwächung oder überraschender Abfall einer Reihe.

Vertiefung

Stufenweise Abschwächung oder überraschender Abfall einer Reihe. Im Atlas wird Antiklimax als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Lässt Erwartung absinken und kann Komik oder Ernüchterung erzeugen.

Beispiel

Er verlor sein Reich, sein Haus, seinen Schlüssel.

Gegenbeispiel

Er kam, sah und siegte, als steigende oder zugespitzte Folge.

Abgrenzung

Er kam, sah und siegte, als steigende oder zugespitzte Folge.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff lässt Erwartung absinken und kann Komik oder Ernüchterung erzeugen. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Antiklimax nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Rhetorik/Stilistik → Antiklimax → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Antiklimax“. Atlas der Sprache, AT-091-008. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-008

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-008

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