Vertiefung
Ironie kann über Echo, Übertreibung, Kontextbruch oder Tonfall eine Haltung zur zitierten Perspektive zeigen. Sie ist nicht stets das bloße Gegenteil des Wortlauts.
Beispiel
Beim Platzregen: „Ideales Picknickwetter.“
Gegenbeispiel
Beim Sonnenschein: „Ideales Picknickwetter.“
Abgrenzung
Sarkasmus: Dieser ist spöttisch oder verletzend; Ironie muss es nicht sein.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Erfordert Perspektivwechsel und Metarepräsentation; schafft Nähe bei gemeinsamem Verständnis oder Ausschluss bei fehlendem Kontext.
Resonanz
Wortlaut und Haltung schwingen gegeneinander.
Etymologie
griech. eirōneía „Verstellung“
Provenienz
Sokratische Ironie → Rhetorik → pragmatische Echo- und Pretence-Theorien
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Ironie“. Atlas der Sprache, AT-RHE-0005. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-RHE-0005Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.