Vertiefung
Historisch oder morphologisch bedingte Veränderung eines Stammvokals unter Einfluss einer benachbarten Lautumgebung. Im Atlas wird Umlaut als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Macht vergangene Lautnachbarschaft in heutiger Grammatik hörbar.
Beispiel
Gast – Gäste.
Gegenbeispiel
Haus – Häuser enthält zusätzlich eine Flexionsendung, der Stammwechsel selbst ist der Umlaut.
Abgrenzung
Haus – Häuser enthält zusätzlich eine Flexionsendung, der Stammwechsel selbst ist der Umlaut.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff macht vergangene Lautnachbarschaft in heutiger Grammatik hörbar. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Umlaut nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Klang/Phonetik/Phonologie → Umlaut → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Umlaut“. Atlas der Sprache, AT-091-016. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-016Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.