ATLAS DER SPRACHE

AT-091-021 · ATLAS 250

Reduplikation

Wortbildungs- oder Flexionsverfahren durch vollständige oder teilweise Wiederholung sprachlichen Materials.

Vertiefung

Wortbildungs- oder Flexionsverfahren durch vollständige oder teilweise Wiederholung sprachlichen Materials. Im Atlas wird Reduplikation als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Verwandelt Wiederkehr in grammatische oder lexikalische Bedeutung.

Beispiel

Tag für Tag verstärkt die Wiederholung die Verteilung.

Gegenbeispiel

Ein bloßer Versprecher wiederholt ohne grammatische Funktion.

Abgrenzung

Ein bloßer Versprecher wiederholt ohne grammatische Funktion.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff verwandelt Wiederkehr in grammatische oder lexikalische Bedeutung. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Reduplikation nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Wortgestalt/Wortbildung/Morphologie → Reduplikation → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Reduplikation“. Atlas der Sprache, AT-091-021. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-021

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