Vertiefung
Wortbildungs- oder Flexionsverfahren durch vollständige oder teilweise Wiederholung sprachlichen Materials. Im Atlas wird Reduplikation als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Verwandelt Wiederkehr in grammatische oder lexikalische Bedeutung.
Beispiel
Tag für Tag verstärkt die Wiederholung die Verteilung.
Gegenbeispiel
Ein bloßer Versprecher wiederholt ohne grammatische Funktion.
Abgrenzung
Ein bloßer Versprecher wiederholt ohne grammatische Funktion.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff verwandelt Wiederkehr in grammatische oder lexikalische Bedeutung. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Reduplikation nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.
Etymologie
Etymologische Vertiefung offen
Provenienz
Wortgestalt/Wortbildung/Morphologie → Reduplikation → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Reduplikation“. Atlas der Sprache, AT-091-021. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-021Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.