ATLAS DER SPRACHE

AT-091-049 · ATLAS 251

Serialverbkonstruktion

Folge mehrerer Verben in einer Klausel ohne übliche koordinierende oder subordinierende Markierung.

Vertiefung

Folge mehrerer Verben in einer Klausel ohne übliche koordinierende oder subordinierende Markierung. Im Atlas wird Serialverbkonstruktion als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Verdichtet mehrere Handlungsphasen zu einem grammatischen Ereignis.

Beispiel

In manchen Sprachen bildet eine Verbserie ein einziges komplexes Ereignis.

Gegenbeispiel

Zwei mit und verbundene Hauptsätze sind keine Serialverbkonstruktion.

Abgrenzung

Zwei mit und verbundene Hauptsätze sind keine Serialverbkonstruktion.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff verdichtet mehrere Handlungsphasen zu einem grammatischen Ereignis. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Serialverbkonstruktion nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Syntax/Grammatik → Serialverbkonstruktion → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Serialverbkonstruktion“. Atlas der Sprache, AT-091-049. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-049

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