ATLAS DER SPRACHE

AT-091-052 · ATLAS 251

Konversationsanalyse

Empirische Untersuchung der sequentiellen Organisation natürlicher Interaktion.

Vertiefung

Empirische Untersuchung der sequentiellen Organisation natürlicher Interaktion. Im Atlas wird Konversationsanalyse als Beziehung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erschlossen. Liest Gespräch als gemeinsam hervorgebrachte zeitliche Ordnung.

Beispiel

Eine Antwort wird in Beziehung zur vorangehenden Frage analysiert.

Gegenbeispiel

Eine isolierte Satzanalyse ohne Gesprächsverlauf ist keine Konversationsanalyse.

Abgrenzung

Eine isolierte Satzanalyse ohne Gesprächsverlauf ist keine Konversationsanalyse.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Der Begriff liest Gespräch als gemeinsam hervorgebrachte zeitliche Ordnung. Dadurch wird eine zuvor selbstverständliche sprachliche Ordnung als aktive Denkbewegung wahrnehmbar.

Resonanz

Resonanz entsteht, wenn Konversationsanalyse nicht nur erkannt, sondern in seiner Richtungswirkung zwischen Ausdruck, Körper, Kontext und Deutung erfahren wird.

Etymologie

Etymologische Vertiefung offen

Provenienz

Pragmatik/Gespräch → Konversationsanalyse → gegenwärtige Fachverwendung

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Konversationsanalyse“. Atlas der Sprache, AT-091-052. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-052

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