Vertiefung
Zwei funktional aufeinander bezogene Gesprächsbeiträge, deren erster einen passenden zweiten erwartbar macht. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: zeigt Erwartungsstrukturen zwischen Äußerungen. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Gruß – Gegengruß.
Gegenbeispiel
Zwei zufällig benachbarte Sätze bilden kein Adjazenzpaar.
Abgrenzung
Zwei zufällig benachbarte Sätze bilden kein Adjazenzpaar.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf zeigt Erwartungsstrukturen zwischen Äußerungen. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Adjazenzpaar nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
engl. adjacency pair
Provenienz
Pragmatik/Gespräch → Adjazenzpaar → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Adjazenzpaar“. Atlas der Sprache, AT-088-012. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-012Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.