Vertiefung
Die strukturelle Tendenz, bestimmte Antworttypen unmittelbar und andere verzögert oder begründet zu gestalten. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: zeigt soziale Asymmetrien möglicher Antworten. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Eine Zustimmung erfolgt knapp; eine Ablehnung beginnt mit Zögern und Begründung.
Gegenbeispiel
Persönliche Vorliebe ist nicht dasselbe wie gesprächsstrukturelle Präferenz.
Abgrenzung
Persönliche Vorliebe ist nicht dasselbe wie gesprächsstrukturelle Präferenz.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf zeigt soziale Asymmetrien möglicher Antworten. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Präferenzorganisation nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
engl. preference organization
Provenienz
Pragmatik/Gespräch → Präferenzorganisation → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Präferenzorganisation“. Atlas der Sprache, AT-088-014. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-014Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.