Vertiefung
Eine sprachliche Verfahrensweise, die soziale Nähe, Distanz und das öffentliche Selbstbild der Beteiligten reguliert. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: verbindet sprachliche Form und soziale Beziehung. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Könnten Sie vielleicht das Fenster schließen?
Gegenbeispiel
Eine feste Grußformel ist nicht in jedem Kontext bereits strategische Höflichkeit.
Abgrenzung
Eine feste Grußformel ist nicht in jedem Kontext bereits strategische Höflichkeit.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf verbindet sprachliche Form und soziale Beziehung. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Höflichkeitsstrategie nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
lat. politus; engl. politeness strategy
Provenienz
Pragmatik/Gespräch → Höflichkeitsstrategie → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Höflichkeitsstrategie“. Atlas der Sprache, AT-088-015. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-015Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.