ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-243-004 · ATLAS 251

Irreversibilität

Eigenschaft kommunikativer Handlungen, nach der ihr Vollzug nicht vollständig ungeschehen gemacht werden kann.

Vertiefung

Eigenschaft kommunikativer Handlungen, nach der ihr Vollzug nicht vollständig ungeschehen gemacht werden kann. Sie lenkt Aufmerksamkeit auf die Zeitlichkeit von Sprache: Widerruf und Korrektur erzeugen neue Handlungen, löschen die erste jedoch nicht aus.

Beispiel

Eine öffentlich ausgesprochene Beleidigung bleibt Teil der Situation, auch nachdem sie zurückgenommen wurde.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Irreversibilität“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Sie lenkt Aufmerksamkeit auf die Zeitlichkeit von Sprache: Widerruf und Korrektur erzeugen neue Handlungen, löschen die erste jedoch nicht aus.

Resonanz

Im Atlas schließt Irreversibilität 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-B → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_243

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Irreversibilität“. Atlas der Sprache, AT-CORE-243-004. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-004

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-004

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