ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-243-012 · ATLAS 251

Labeling

Sozialer Prozess, bei dem Personen oder Handlungen durch wiederholte Zuschreibungen einer Kategorie zugeordnet werden.

Vertiefung

Sozialer Prozess, bei dem Personen oder Handlungen durch wiederholte Zuschreibungen einer Kategorie zugeordnet werden. Es macht Benennung zu sozialer Rückkopplung: Das Etikett lenkt Wahrnehmung, Erwartungen und Sanktionen und kann die bezeichnete Identität mitformen.

Beispiel

Eine Person wird dauerhaft als schwierig bezeichnet; spätere Handlungen werden durch dieses Etikett gelesen.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Labeling“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Es macht Benennung zu sozialer Rückkopplung: Das Etikett lenkt Wahrnehmung, Erwartungen und Sanktionen und kann die bezeichnete Identität mitformen.

Resonanz

Im Atlas schließt Labeling 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-B → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_243

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Labeling“. Atlas der Sprache, AT-CORE-243-012. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-012

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-243-012

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