Vertiefung
Gezielte institutionelle oder gesellschaftliche Einflussnahme auf Status, Norm, Ausbau oder Erwerb von Sprachen. Sie macht Sprachwandel zum Gegenstand von Entscheidungen und zeigt, wie Normen, Ressourcen und Teilhabe politisch verteilt werden.
Beispiel
Eine Verwaltung entwickelt Fachwortschatz und Schulmaterial für eine bislang kaum standardisierte Minderheitensprache.
Gegenbeispiel
Die bloße Nennung von „Sprachplanung“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Sie macht Sprachwandel zum Gegenstand von Entscheidungen und zeigt, wie Normen, Ressourcen und Teilhabe politisch verteilt werden.
Resonanz
Im Atlas schließt Sprachplanung 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.
Etymologie
fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen
Provenienz
ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-C → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_244
Diesen Eintrag zitieren
Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Sprachplanung“. Atlas der Sprache, AT-CORE-244-015. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-015Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.