ATLAS DER SPRACHE

AT-CORE-244-023 · ATLAS 251

Unreiner Reim

Reimform mit nur annähernder klanglicher Übereinstimmung, etwa durch ähnliche Vokale oder Konsonanten bei verbleibender Abweichung.

Vertiefung

Reimform mit nur annähernder klanglicher Übereinstimmung, etwa durch ähnliche Vokale oder Konsonanten bei verbleibender Abweichung. Er lässt Erwartung zugleich erfüllt und gestört erscheinen und kann dadurch Rauheit, Offenheit oder semantische Spannung erzeugen.

Beispiel

Leben und lieben bilden wegen der abweichenden Vokale einen unreinen Reim.

Gegenbeispiel

Die bloße Nennung von „Unreiner Reim“ ohne die beschriebene Funktion ist kein hinreichendes Beispiel.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Er lässt Erwartung zugleich erfüllt und gestört erscheinen und kann dadurch Rauheit, Offenheit oder semantische Spannung erzeugen.

Resonanz

Im Atlas schließt Unreiner Reim 1 bislang offene Verweislinie(n) und eröffnet kontrollierte Denkwege.

Etymologie

fachsprachliche Grundbezeichnung; etymologischer Einzelpass offen

Provenienz

ATLAS_241 Restfalltriage → Profilkandidat 241-C → Quellen- und Nachbarschaftsabgleich → ATLAS_244

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Unreiner Reim“. Atlas der Sprache, AT-CORE-244-023. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-023

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-244-023

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