ATLAS DER SPRACHE

AT-HAR11-0011 · ATLAS 251

Tautazismus

Auffällige Häufung gleicher oder sehr ähnlicher Anlaute, besonders desselben Konsonanten.

Vertiefung

Tautazismus verdichtet den Sprechanfang vieler Wörter zu einem dominanten Klangmuster. Der Laut kann verbinden, beschleunigen oder die Rede absichtlich überladen.

Beispiel

Tausend tastende Töne treiben durch die Tiefe.

Gegenbeispiel

Viele leise Töne bewegen sich durch den Raum.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Lässt einen Laut zum ordnenden Vordergrund einer ganzen Äußerung werden.

Resonanz

Viele Wortanfänge schlagen denselben klanglichen Puls an.

Etymologie

griechisch/lateinische Rhetoriktradition · Formgeschichte im Quellenpass

Provenienz

Harjung-Kontrollbestand → Resonanzprüfung → DE/EN-Doppelfassung → Klangfiguren → ATLAS_174

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Tautazismus“. Atlas der Sprache, AT-HAR11-0011. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-HAR11-0011

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