ATLAS DER SPRACHE

AT-METZ1-0002 · ATLAS 251

Ad-hoc-Bildung

Spontan gebildetes Wort für einen einmaligen oder eng begrenzten Benennungsbedarf.

Vertiefung

Eine Ad-hoc-Bildung nutzt vorhandene Wortbildungsmuster, um eine situative Lücke sofort zu schließen. Ob sie wieder verschwindet oder in den Wortschatz eingeht, entscheidet der weitere Gebrauch.

Beispiel

Nach drei Atlasstunden brauchten wir eine Quellenlückenampel.

Gegenbeispiel

Das etablierte Wort Quellenangabe.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Zeigt den Wortschatz als Verfahren, nicht nur als Bestand.

Resonanz

Ein augenblicklicher Bedarf bringt eine neue Form hervor.

Etymologie

deutsche/internationale Fachsprache · Etymologie und Begriffsgeschichte im Profil

Provenienz

Metzler-Suchfeld → Dublettenabgleich → Resonanzkompass → unabhängige Fachprüfung → Wortbildung → ATLAS_176

Diesen Eintrag zitieren

Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Ad-hoc-Bildung“. Atlas der Sprache, AT-METZ1-0002. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-METZ1-0002

https://atlasdersprache.de/begriff/AT-METZ1-0002

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