ATLAS DER SPRACHE

AT-METZ5-0003 · ATLAS 251

Synaloephe

Verschmelzung benachbarter Vokale über eine Wortgrenze hinweg, besonders im Versmaß.

Vertiefung

Synaloephe macht die Wortgrenze für den Klang durchlässig. Schriftlich getrennte Einheiten werden im Sprechen zu einer rhythmischen Silbe zusammengezogen.

Beispiel

Wie in italienischem l’amico verschmelzen die Ränder im Fluss.

Gegenbeispiel

Die beiden Vokale werden deutlich getrennt gesprochen.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Zeigt, dass gesprochener Rhythmus andere Grenzen ziehen kann als Schrift.

Resonanz

Zwei Wörter berühren sich und teilen für einen Moment einen Atemzug.

Etymologie

internationale Fach- und Literaturtradition · Formgeschichte im Profil

Provenienz

Metzler S–Z → Bestandsabgleich → Resonanzkompass → unabhängige Fachprüfung → ATLAS_180

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Synaloephe“. Atlas der Sprache, AT-METZ5-0003. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-METZ5-0003

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