ATLAS DER SPRACHE

AT-MOR-0002 · ATLAS 250

Kompositum

Wortbildung aus mindestens zwei selbstständig vorkommenden lexikalischen Einheiten.

Vertiefung

Deutsche Komposita besitzen meist einen Kopf rechts, der Wortart und Grundbedeutung bestimmt. Die genaue semantische Beziehung der Teile muss oft erschlossen werden.

Beispiel

Gedankenlandkarte

Gegenbeispiel

Landkarte

Abgrenzung

Derivation: Diese bildet Wörter mithilfe von Affixen statt durch Verbindung mehrerer lexikalischer Stämme.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Verdichtet komplexe Relationen in ein einziges Wort und überlässt ihre Ausdeutung dem Weltwissen.

Resonanz

Zwei Wortkörper bilden einen neuen gemeinsamen Resonanzraum.

Etymologie

lat. componere „zusammensetzen“

Provenienz

Indogermanische Wortbildung → deutsche Produktivität → Gegenwartssprache

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Kompositum“. Atlas der Sprache, AT-MOR-0002. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-MOR-0002

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