Vertiefung
Unübersetzbarkeit ist meist graduell: Bedeutung kann paraphrasiert werden, während Klang, Konnotation, Grammatik, kulturelles Wissen oder Wortspiel nicht gleichzeitig erhalten bleiben.
Beispiel
Das deutsche „doch“ verlangt je nach Kontext verschiedene englische Lösungen.
Gegenbeispiel
Haus → house in einem neutralen Sachkontext
Abgrenzung
Lexikalische Lücke: Diese bezeichnet fehlende einfache Benennung, nicht jede Übersetzungsgrenze.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Macht sichtbar, dass Sprachen Aufmerksamkeit und Erfahrung unterschiedlich bündeln, ohne Verständigung unmöglich zu machen.
Resonanz
Beim Übergang bleiben manche Obertöne zurück, andere entstehen neu.
Etymologie
deutsche Negativbildung zu übersetzen
Provenienz
Bibel- und Humanistenübersetzung → Humboldt → moderne Translationswissenschaft
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Unübersetzbarkeit“. Atlas der Sprache, AT-TRA-0001. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-TRA-0001Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.