Vertiefung
Der Zweck, an dem Übersetzungsentscheidungen für eine konkrete Zielsituation ausgerichtet werden. Im Atlas wird der Begriff nicht isoliert behandelt: zeigt Übersetzung als zweckgebundene Entscheidung. Dadurch wird sichtbar, welche Unterscheidung die Form ermöglicht und wie sie an benachbarte Phänomene anschließt.
Beispiel
Eine Bedienungsanleitung wird für sichere Anwendung anders übersetzt als ein literarisches Zitat.
Gegenbeispiel
Beliebige freie Umformung ohne begründeten Zielzweck ist keine Skoposorientierung.
Abgrenzung
Beliebige freie Umformung ohne begründeten Zielzweck ist keine Skoposorientierung.
Wirkung auf Denken und Wahrnehmung
Der Begriff lenkt Aufmerksamkeit auf zeigt Übersetzung als zweckgebundene Entscheidung. Was zuvor als einheitlicher Vorgang erschien, wird als strukturierte Beziehung wahrnehmbar.
Resonanz
Resonanz entsteht, wenn Skopos nicht nur benannt, sondern als Bewegung zwischen Form, Erwartung und Wirkung erfahren wird.
Etymologie
griech. skopós: Ziel, Zweck
Provenienz
Übersetzung/Unübersetzbarkeit → Skopos → gegenwärtige Fachverwendung
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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Skopos“. Atlas der Sprache, AT-088-030. ATLAS 250, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-088-030Die Adresse bleibt stabil; der Inhalt kann redaktionell fortgeschrieben werden. Ein verifiziertes Änderungsdatum pro Eintrag liegt noch nicht vor. Für genaue Nachweise zusätzlich das Abrufdatum angeben.