ATLAS DER SPRACHE

AT-HAR10-0011 · ATLAS 251

Pseudapokoinu

Satzgestalt, die ein gemeinsames Gelenk zwischen zwei Konstruktionen nahelegt, ohne ein vollständiges echtes Apokoinu zu bilden.

Vertiefung

Pseudapokoinu spielt mit doppelter Zugehörigkeit, lässt die syntaktische Kopplung jedoch unvollständig oder nur scheinbar entstehen.

Beispiel

Was wir suchen, sind Wege führen weiter.

Gegenbeispiel

Was wir suchen, sind Wege, die weiterführen.

Wirkung auf Denken und Wahrnehmung

Macht Satzgrenzen als interpretierbare, nicht immer eindeutige Übergänge sichtbar.

Resonanz

Zwei Satzräume berühren sich an einem Gelenk, das ihre Last nur scheinbar gemeinsam trägt.

Etymologie

griechisch/lateinische Rhetoriktradition · Formgeschichte im Quellenpass

Provenienz

Harjung-Kontrollbestand → Dublettenabgleich → Denkbewegung → DE/EN-Doppelfassung → Kopplungsfiguren → ATLAS_173

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Reich, Michael (Hrsg./ed.): „Pseudapokoinu“. Atlas der Sprache, AT-HAR10-0011. ATLAS 251, Datenmodell 1.6.0. https://atlasdersprache.de/begriff/AT-HAR10-0011

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