Öffentliche Forschungsedition · ATLAS 260
Wer darf sprechen, wer wird gehört?
Sprachliche Formen können Zugang ermöglichen, Erwartungen setzen und Anerkennung verteilen. Die Stationen laden dazu ein, Macht, Autorität und Register an konkreten Gesprächssituationen auseinanderzuhalten.
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Versionierte Forschungsfassung. Keine DOI oder externe Archivierung nachgewiesen.
- Fassung
atlas-260-20261017-04- Vorbereitet am
- 2026-10-17
- Verantwortlich
- Michael Reich
- Quellrelease
- 15.9.1 · ATLAS 260
- Checkpoint
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- 65.917 Bytes
- Kanonisches Manifest SHA-256
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Unverändertes Themenpaket als JSON · Manifest
Welche sprachlichen Bedingungen ermöglichen begründeten Widerspruch?
Fallbeispiel
Fiktives, für dieses Material verfasstes Übungsbeispiel. Keine empirischen Daten.
Ein fiktiver Vereinsvorstand plant neue Öffnungszeiten. Die Vorsitzende sagt: „Die Fachleute empfehlen das, also sind wir uns einig.“ Zwei neue Mitglieder schweigen. Ein Mitglied fragt nach der Datengrundlage und bittet um eine Erklärung ohne Verwaltungsbegriffe.
Station 1
Macht
Vermögen, Handlungen, Deutungen, Regeln oder Möglichkeiten anderer wirksam zu bestimmen.
Suche nach Handlungsmöglichkeiten und ihren Grenzen. Die Analyse beginnt bei einer beobachtbaren Situation.
Wer kann in einer fiktiven Sitzung das Thema oder die Redezeit bestimmen?
Quellen und Nachweise (2)
- W02 · Metzler Lexikon Sprache · PDF-Seiten 8, 53, 63, 66, 76 · Volltext-/Artikelabgleich
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Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239
- W03.1 · Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Band 1 · PDF-Seiten 8, 11, 12, 13, 15 · Volltext-/Artikelabgleich
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Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239
Quellen und Nachweise
- W02 · Metzler Lexikon Sprache · PDF-Seiten 8, 53, 63, 66, 76 · Volltext-/Artikelabgleich
- W03.1 · Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Band 1 · PDF-Seiten 8, 11, 12, 13, 15 · Volltext-/Artikelabgleich
Vollständiges Profil und Belegumfang: https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-035
Station 2
Autorität
Anerkannte Geltungs- oder Entscheidungsmacht einer Person, Institution, Tradition oder Quelle.
Unterscheide Anerkennung von bloßer Durchsetzung. Gründe für Zuständigkeit können offengelegt und bestritten werden.
Welche Rückfrage prüft eine Fachauskunft, ohne Expertise pauschal abzuwerten?
Quellen und Nachweise (2)
- W02 · Metzler Lexikon Sprache · PDF-Seiten 76 · Volltext-/Artikelabgleich
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Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239
- W03.1 · Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Band 1 · PDF-Seiten 75, 99, 101, 167, 179 · Volltext-/Artikelabgleich
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Offenes Beziehungsnetz → zweiter Grundbegriffscheck → Metzler/HWRh-Abgleich → ATLAS_239
Quellen und Nachweise
- W02 · Metzler Lexikon Sprache · PDF-Seiten 76 · Volltext-/Artikelabgleich
- W03.1 · Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Band 1 · PDF-Seiten 75, 99, 101, 167, 179 · Volltext-/Artikelabgleich
Vollständiges Profil und Belegumfang: https://atlasdersprache.de/begriff/AT-CORE-239-006
Station 3
Register
Situationsabhängige Varietät mit typischen sprachlichen Formen und Gebrauchsnormen.
Vergleiche zwei Ausdrucksweisen derselben Bitte. Register gehört zur Situation, nicht zum unveränderlichen Wert einer Person.
Welche Formulierung erleichtert einem neuen Gruppenmitglied das Mitsprechen?
Quellen und Nachweise (1)
- ATLAS_091 · Fachquellenzuordnung offen
Quellen und Nachweise
- ATLAS_091 · Fachquellenzuordnung offen
Vollständiges Profil und Belegumfang: https://atlasdersprache.de/begriff/AT-091-056
Station 4
Konsens
Konsens ist gemeinsame Zustimmung zu einer Aussage, Wertung oder Regel; Gegenstand, Umfang und Bedingungen dieser Übereinstimmung sind eigens zu bestimmen.
Untersuche, wie Einverständnis entsteht und wie es erneut befragt werden kann.
Welche Regel stellt sicher, dass Schweigen nicht automatisch als Zustimmung gilt?
Quellen und Nachweise (4)
- Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 4, Artikel „Konsens“; hg. von Gert Ueding, Tübingen: Max Niemeyer 1998. Sp. 1256–1258; PDF-Seiten 634–635
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Definition sowie Unterscheidungen von Gültigkeitskonsens und Interessenkompromiss. Die systematischen Positionen der Autoren werden nicht als alleinige Bedeutung des Wortes ausgegeben. | Original Atlas applications remain separate.
- Merriam-Webster: consensus
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Lexikalischer Beleg und Wortgeschichte des englischen Lemmas, keine vollständige Disziplingeschichte und keine automatische Übertragung auf deutsche Erstbelege. | Original Atlas applications remain separate.
- Duden online: Konsens
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Knappe deutsche Bedeutungs- und Herkunftsstütze, keine neue historische Erstbelegprüfung. | Original Atlas applications remain separate.
- Atlas der Sprache: Vergleichsstand Release 15.8.0 / Sites 352
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Arbeitsbasis des zuletzt in diesem Chat veröffentlichten Stands, keine neue vollständige Produktivinventur und kein unabhängiger wissenschaftlicher Beleg. | Original Atlas applications remain separate.
Quellen und Nachweise
- Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 4, Artikel „Konsens“; hg. von Gert Ueding, Tübingen: Max Niemeyer 1998. Sp. 1256–1258; PDF-Seiten 634–635
- Merriam-Webster: consensus · https://www.merriam-webster.com/dictionary/consensus
- Duden online: Konsens · https://www.duden.de/rechtschreibung/Konsens
- Atlas der Sprache: Vergleichsstand Release 15.8.0 / Sites 352
Vollständiges Profil und Belegumfang: https://atlasdersprache.de/begriff/AT-ADD-20261016-0009
Forschungsgrenze
Ein einzelner Ausdruck beweist keine Machtstruktur. Situativer Gebrauch, institutionelle Regeln und die Sicht der Beteiligten müssen gesondert untersucht werden.
Unveränderte Lernmaterialien dieser Fassung
Rechte
Atlas-Texte und Übungsbeispiele: © Michael Reich. Fremdquellen werden bibliografisch nachgewiesen; ihre Rechte und Zugangsbedingungen gelten gesondert. Kein pauschales Weiterverwendungsrecht an Fremdtexten.
Zitation dieser Fassung
Michael Reich: Wer darf sprechen, wer wird gehört?. Atlas der Sprache / Atlas of Language. atlas-260-20261017-04, 2026-10-17. https://atlasdersprache.de/editionen/atlas-260-20261017-04/sprache-und-macht. Abrufdatum ergänzen. Versionierte Forschungsfassung. Keine DOI oder externe Archivierung nachgewiesen.
