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VOM ALLTAG ZUR DENKBEWEGUNG

Wann mildert ein Wort – und wann verdeckt es?

Eine schonende Formulierung kann Rücksicht zeigen. Sie kann auch eine wichtige Information in den Hintergrund rücken.

Eine Situation, zwei Blickwinkel

1 · Eine abstrakte Benennung

In einer erfundenen Mitteilung über einen Betrieb steht:

Wir nehmen eine Personalanpassung vor.

2 · Die konkrete Folge

Eine zweite Formulierung benennt die Folge genauer.

Zwanzig Stellen werden gestrichen.

Was lässt sich daran erkennen?

„Personalanpassung“ beschreibt den Vorgang abstrakter und weniger hart. Die zweite Formulierung nennt die gestrichenen Stellen. Im Vergleich wird sichtbar, welche Information eine Benennung mitliefert und welche sie offenlässt.

SELBST ERPROBEN

Verändere das Beispiel.

Schreibe die Mitteilung einmal sachlich genau und einmal besonders schonend. Prüfe anschließend, ob Zahl und Folgen in beiden Fassungen noch verständlich sind.

Deine Frage zum Weiterdenken

Was wird durch die Wortwahl geschont, was bleibt ungesagt und wem fehlt diese Information?

Nimm deine Frage mit.

Öffne die öffentliche Vorschau dieser drei Stationen. Erst wenn du „In meine Lesepfade übernehmen“ wählst, entsteht ein zusätzlicher privater Lesepfad. Trage dort deine eigene Leitfrage ein; vorhandene Pfade bleiben erhalten.

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